Modellprojekt in Hamburg

zum Regelungsbereich "Trennung der Fachleistungen der Eingliederungshilfe von den existenzsichernden Leistungen"

In Hamburg leben derzeit etwa 2.550 Leistungsberechtigte, für die Hamburg der zuständige Leistungsträger ist und die in einer stationären Einrichtung betreut werden, die eine Vereinbarung nach § 75 SGB XII mit der Freien und Hansestadt Hamburg hat.

Um Aussagen über die Auswirkungen des bevorstehenden Systemwechsels treffen zu können, werden im Hamburger Modellprojekt  virtuelle Fallberechnungen bei ausgewählten (bis zum 31.12.2019 noch) stationären Wohngruppen durchgeführt.

Insgesamt werden im Rahmen des Modellprojektes Berechnungen bei ca. 495 Fällen angestellt, was einen Anteil von 17% des gesamten Fallbestandes bedeutet. Diese 495 Fälle teilen sich auf 25 Wohngruppen auf, welche wiederum 11 unterschiedlichen Trägern angehören.

Es ist geplant, die im Landesrahmenvertrag festgehaltenen Grundlagen für die Ermittlung der Fachleistung ab 2020 anhand der Ergebnisse des Modellprojektes zu überprüfen. Dies soll unter Beteiligung der Landesträgerverbände, der Interessenvertretung der Menschen mit Behinderung (LAG) und der Vertragsebene der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration geschehen. Durch die Auswertung der vorliegenden Daten soll auch eine  Einschätzung  der Auswirkungen des Systemwechsels möglich sein. Die im gegenseitigen Austausch identifizierten Ergebnisse werden verwaltungsintern und in Richtung der Firma Kienbaum, die die Modellprojekte wissenschaftliche begleitet, kommuniziert.


Weitere Informationen zum Modellprojekt zum Download im PDF-Format