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    Trotz seiner schwierigen Mehrfachbehinderung lebt Marc Szymkowiak in seiner eigenen Wohnung in einem speziellen Apartmenthaus. Möglich ist das dank eines Konzepts, das stark angepasste Architektur mit modernster Haus- und Medizintechnik und einem sehr engen Miteinander zwischen Mietern, Pflege- und Betreuungspersonal verbindet. Ziel der BAGüS-Mitglieder ist es, Menschen mit Behinderung ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen – dazu gehört auch, statt in einem Heim in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Mittlerweile leben deshalb etwa 48 Prozent der Leistungsberechtigten mit ambulanter Unterstützung.

  • Deutschlandweit unterstützen die Mitglieder der BAGüS über 187.000 Menschen mit Behinderung dabei, trotz ihrer Einschränkungen in den eigenen vier Wänden zu leben. In Paderborn zum Beispiel bereitet Bezugsbetreuer Martin Kleiber Menschen mit Behinderung in einer Wohngemeinschaft des Vereins „Mach mit“ über anderthalb Jahre hinweg darauf vor, den großen Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen.

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    Arbeit gibt Selbstvertrauen und Anerkennung – auch und gerade Menschen mit Behinderung. Mit Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) schaffen die BAGüS-Mitglieder daher einen geschützten Rahmen, in dem wesentlich behinderte Frauen und Männer einer geregelten Tätigkeit nachgehen – und dafür selbstverständlich auch entlohnt werden. Je nach deren individuellen Möglichkeiten reicht das Aufgabenspektrum dabei von einfachen Sortiertätigkeiten bis hin zu komplexeren Handwerksarbeiten. Für WfbM-Leistungen zahlen die BAGüS-Mitglieder jährlich rund 4,3 Milliarden Euro – das entspricht etwa 15.800 Euro pro Arbeitsplatz.

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    Jasmin Katzberg (M.) ist gehörlos und studiert Soziale Arbeit an einer Fachhochschule. Den Vorlesungen kann sie dank ihrer Gebärdensprachdolmetscherin Julia Kühler (r.) folgen. Kommilitonin Esther König (l.) unterstützt sie durch Mitschriften. Beide Tätigkeiten fallen unter die Leistungen der Eingliederungshilfe, die von den BAGüS-Mitgliedern übernommen werden. 2016 waren das in Deutschland rund 16,5 Milliarden Euro (netto) für 895.000 Menschen.

Hauptausschuss tagt in Potsdam

Bei sommerlich warmem Wetter tagte der BAGüS-Hauptausschuss vom 7. - 8. Juni 2018 in Potsdam.

Im Fokus der Veranstaltung standen zahlreiche Themen rund um die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Vor allem die umfangreiche Umsetzungsunterstützung des Bundes im Art. 25 BTHG und die reformierten Regelungen des Vertragsrechts der Eingliederungshilfe führten zu einem intensiven Austausch zwischen den Mitgliedern. Auch das sozialpolitisch bedeutsame Thema Pflege wurde ausführlich behandelt.

Im Anschluss an die erste Sitzung wurden die BAGüS-Mitglieder durch den Landtag Brandenburg geführt. Die Mitglieder erhielten vertiefende Informationen zur Historie, Architektur und zur parlamentarischen Nutzung des Gebäudes mit seinem beeindruckenden Fortunaportal. Ein gelungener und konstruktiver erster Sitzungstag ging damit zu Ende. Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Mitglieder des MASGF, die die organisatorische Abwicklung der Veranstaltung übernommen haben.

Die nächste BAGüS-Hauptausschusssitzung findet vom 13. - 15. November 2018 in Regensburg statt.

Gemeinsames Positionspapier zu Bundesempfehlungen in der Eingliederungshilfe

Die BAGüS und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) haben ein gemeinsames Positionspapier „Eckpunkte für Empfehlungen zu Rahmenverträgen zur Erbringung von Leistungen der Eingliederungshilfe nach § 131 Abs. 3 SGB IX“ erarbeitet.

 

Das vollständige Dokument finden Sie hier.

Das Positionspapier ist keine Bundesempfehlung und soll Gespräche und Verhandlungen zu deren Abschluss nicht ersetzen. Hauptziel des Papiers ist vielmehr, dafür eine Gesprächsgrundlage zu schaffen und ein Signal zu setzen, dem gesetzlichen Auftrag nachzukommen und das BTHG umzusetzen.

 

Mit dem neuen Vertragsrecht und der für die Personenzentrierung erforderlichen Trennung von Fachleistungen und existenzsichernde Leistungen sind viele Ängste und Befürchtungen der Menschen mit Behinderungen verbunden. Ziel des Papieres ist es, dem entgegenzutreten. Insbesondere enthält das Papier ein klares Bekenntnis zur Leistungstransparenz, zur personenzentrierten Leistungserbringung und zur Einbindung der Interessenvertretungen. Zudem trägt das Positionspapier zu einem modernen Verständnis zum Thema Qualitätssicherung bei und legt einen wichtigen Grundstein zum Thema Vergleichbarkeit von Leistungen.

Kennzahlenvergleich Eingliederungshilfe der überörtlichen Träger der Sozialhilfe für das Jahr 2016 liegt vor

Die BAGüS erhebt seit 1998 Kennzahlen im Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung nach dem SGB XII. Dabei geht es um Leistungen zum selbstbestimmten Leben in betreuten Wohnmöglichkeiten sowie Leistungen für Arbeits- und Beschäftigungsangebote (Werkstätten für behinderte Menschen und Tagesförderstätten). Diese Bereiche bilden den Schwerpunkt der Leistungen der überörtlichen Träger der Sozialhilfe in Deutschland.

Inzwischen liegt der Kennzahlenvergleich der BAGüS für das Jahr 2016 vor. Den aktuellen Kennzahlenvergleich finden Sie hier.

Orientierungshilfe zur Gesamtplanung

Seit dem 1. Januar 2018 erfolgt nach den Vorschriften des Bundesteilhabegesetzes eine Gesamtplanung der Leistungen für Menschen mit Behinderungen, bei der einheitliche Kriterien zu beachten sind. Die BAGüS hat dazu eine Orientierungshilfe erstellt, die hier abrufbar ist.

Positionen für die laufende Legislaturperiode des Deutschen Bundestages

Die BAGüS hat sieben zentrale Forderungen für die 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung und zu den Leistungen bei Pflegebedürftigkeit in einem Positionspapier zusammengefasst und an die Entscheidungsträger in der Politik übersandt.

Orientierungshilfe zu den neuen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Die Orientierungshilfe ist eine erste Handlungsempfehlung für das ab dem 1. Januar 2018 geltende Leistungsrecht der Teilhabe am Arbeitsleben.

 

Das vollständige Dokument finden Sie hier.

Denn mit Inkrafttreten der zweiten Reformstufe des BTHG wurden Beschäftigungsalternativen außerhalb anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen geschaffen. Die wesentliche Änderung im Bereich der Teilhabe am Arbeitsleben ist, dass die Beschäftigungsangebote anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen durch die Zulassung anderer Leistungsanbieter und die Einführung des „Budgets für Arbeit“ ergänzt werden.

Die Orientierungshilfe beinhaltet Hinweise zur Umsetzung der neuen Regelungen nach Artikel 1 BTHG, SGB IX, Teil 2, Kapitel 4.

BAGüS-Vorstand wieder komplett

Landshut/Münster

Die Mitgliederversammlung der BAGüS hat am 30.11.2017 in Landshut einstimmig drei neue Vorstandsmitglieder gewählt.

Die neuen Mitglieder des Vorstandes sind:

  • Michael Ranft

Abteilungsleiter im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg (Potsdam)

  • Martina Schnellrath

Abteilungsleiterin bei der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (Berlin)

  • Dr. Benedikt Schreiner

Leiter der Sozialverwaltung im Bezirk Oberpfalz (Regensburg)

Dr. Benedikt Schreiner wurde außerdem zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Fachausschusses I gewählt.

Die vollständige Übersicht zur Besetzung des Vorstandes finden Sie hier.

Die Nachwahlen waren erforderlich, weil mit Bernhard Scholten (Mainz) und Lothar Flemming (Köln) zwei langjährige Vorstandsmitglieder in den Ruhestand getreten sind.

Festveranstaltung zum 70-jährigen Jubiläum der BAGüS

„Die BAGüS wird 70“ - Unter diesem Motto stand die Festveranstaltung der BAGüS am 16. Mai 2017, mit der an die Gründung vor 70 Jahren erinnert wurde. Am 30. August 1947 wurde auf einer Arbeitstagung der Landesfürsorgeverbände in Kassel ... weiter

BTHG, PSG III und weitere Gesetze beschlossen – neue Aufgaben für die BAGüS

Das parlamentarische Verfahren in Bundestag und Bundesrat zum Bundesteilhabegesetzes (BTHG), zum Dritten Pflegestärkungsgesetz (PSG III) und zu weiteren Gesetzen ist abgeschlossen. Wesentliche Ziele des Koalitionsvertrages sind damit erreicht.

Die Gesetze werden erheblichen Einfluss auf die Arbeit der Sozialhilfeträger haben. Der Bundesgesetzgeber schafft darüber hinaus einen neuen Sozialleistungsträger, den Träger der Eingliederungshilfe.

Die BAGüS hatte sich in den Diskussionsprozess mit eigenen Vorschlägen eingebracht. Viele davon

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